Lernprozesse im All-tag:

Bei meinen täglichen Gassigängen kommt es äußerst selten zu „Zwischenfällen“. Heute war mal wieder Tag, wo ich üben und lernen durfte…

Bei einer üblichen Runde durch Wald und Flur sah ich schon von Weitem ein Jäger Auto stehen und Jemand schraubte an einem Hochsitz herum. Da ich kein so großer Freund vom jagen bin und auch nie wirklich gute Erfahrungen mit Jägern gemacht habe, bemühte ich mich um Abstand und wählte eine andere Route.

Innerlich grollte ich etwas mit mir selbst, da ich schon wieder einmal einer Situation aus-weichen wollte…denn das tat ich wirklich gern. 🙈🤪

Ich lief also in Gedanken an einem Waldesrand entlang und wollte wieder Richtung befestigten Weg zum Auto zurück. Einen Hund hatte ich an der Leine und den Hütehund Mio ohne Leine.

Wie es der „Zu-fall“ 😅 wollte stand tatsächlich das Jägerauto mit einer Frau Jägerin plötzlich vor mir und das Fenster ging runter…“Guten Tag..“…Sie bemühte sich um einen freundlichen Ton, aber der Groll war trotzdem hörbar und spürbar für mich.

Während ich sie bewusst nicht ansah (ich bin sofort im Energiefeld des anderen) regnete ein Wortschwall auf mich herab. 🙈

Sie sprach von Brunft und Setzzeit und ich soll die Hunde anleinen und nur auf befestigten Wegen bleiben und und und…🌊

Ich musste mich sehr um innerliche Ruhe bemühen, da mein Feuer 🔥 bei erhobenen Zeigefingern schnell hochgeht.

Ich murmelte noch ein “ ich habe meine Gründe“ und „alles gut“ und ließ sie einfach stehen bzw. sitzen, denn sie war im Auto hocken geblieben.

Wie so oft in unvorbereiteten Situationen geht es auch mir wie vielen anderen…Mir fallen nicht die richtigen Worte ein. 😂

Ich wusste nur, dass ich mich mit ihr nicht auf Diskussionen einlassen möchte und brauche.

Ein späteres reinspüren in die Situation und ein befragen der inneren Stimme brachte folgendes „ans Licht“:

Selten ist das finden von „richtigen“ Worten in solchen Situationen möglich. Ein Mensch in Aufruhr ist schwer zu erreichen. Darum ging es hier auch nicht. Es war ein Übung, um ruhig zu bleiben und den anderen mit seiner Wahrnehmung und seinem Leben da zu lassen wo er ist und sein möchte. Sein MUSS.

Menschen begegnen sich zum gegenseitigen üben und lernen. Jeder auf seiner Ebene des Bewusstseins. Das ist wichtig zu erkennen und zu respektieren.

Nur annehmen, da sein lassen und den anderen so sein lassen.

Wie immer eigentlich 😅

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